Im Jahr 1923 schlug der erste lettische Staatspräsident Jānis Čakste vor, im Rigaer Schloss einen Raum für die Akkreditierung ausländischer Gesandter zu schaffen, der für die lettische Kultur charakteristisch sein sollte. Aus dem Wettbewerb ging der Entwurf „Wiedergeburt“ des Meisters der angewandten Kunst Ansis Cīrulis als Sieger hervor.

Die Deckengemälde stellen die lettischen Gottheiten Laima (Göttin des Schicksals), Māra (Muttergöttin), Jānis (Gott der Fruchtbarkeit) und Donner (Gott der Gerechtigkeit) sowie Symbole der lettischen Regionen dar. Die Fenster- und Türrahmen sind mit dem Lielvārde-Gürtelmotiv verziert.

Fast der gesamte Boden des Akkreditierungssaals ist mit einem in Nepal gewebten Teppich ausgelegt. Er wurde in einem Stück auf dem größten Vertikalwebstuhl der Welt gewebt. Der Teppich wurde aus rein tibetischer Schafwolle handgefertigt.

Der Saal gehört zum Lettischen Kulturkanon und ist ein Meisterwerk der Designgeschichte.